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Neutraubling aus der Vogelperspektive

Aus der letzten Stadtratssitzung vom 27.09.2018

02.10.2018 Folgende Themen wurden behandelt:

Weiteres Wohngebiet in Birkenfeld geplant

Die VMAX Familienstiftung beabsichtig die Umsetzung des zweiten Bauabschnittes „Am Kleinfeld II“.

Der Flächennutzungsplan, als vorbereitender Bauleitplan, sieht dort größtenteils bereits ein allgemeines Wohngebiet vor.  Der Investor möchte das allgemeine Wohngebiet bis zur Lärmschutzeinrichtung, die das Gewerbegebiet Traunreuter Straße vom künftigen Baugebiet (westlich der Mangoldinger Straße) abtrennt, fortführen. Des Weiteren soll auch, angelehnt an den Bebauungsplan „Am Kleinfeld“, der Lärmschutzwall auf eine Wand-Wall-Kombination reduziert werden.  Die Aufstellung des Bebauungsplans „Am Kleinfeld II“ wird zeitnah erfolgen. Der Stadtrat beschließt die 11. Deckblattänderung des Flächennutzungsplans durchzuführen. Die EBB mbH aus Regensburg wird mit der Durchführung der 11. Deckblattänderung des Flächennutzungsplans beauftragt.

Krones errichtet neues Technikgebäude für Schaltschrankproduktion

Die Schaltschrankproduktion der Krones AG in der Borsigstraße 5 wird derzeit um- bzw. neu gebaut. Der entsprechende Bauantrag hierzu wurde in der Stadtratssitzung am 22.03.2018 behandelt und befürwortet. Das Technikgebäude wurde von der damaligen Genehmigung ausgenommen, da die notwendige Größe und Aufteilung des Gebäudes noch nicht festgestanden hat. Mit dem nun eingereichten Tekturantrag wird nur das Technikgebäude beantragt. Das Technikgebäude soll mit einer Grundfläche von 30,91 m x 15,82 m errichtet werden und beinhaltet die Heizung (BHKW), einen Heizraum, zwei Technikräume und einen Schaltraum. An der Süd-Ostseite des Gebäudes ist die Aufstellung eines 40.000 l Pufferspeichers (Höhe 9,80 m) sowie ein Gebäude für eine REWAG Gasstation (3,11 m x 4,56 m) geplant. Das Technikgebäude ist mit zwei Vollgeschossen und einer Wandhöhe von 9,20 m geplant. Der Stadtrat der Stadt Neutraubling beschließt, zu dem Tekturantrag sowie der notwendigen Abweichung von den Abstandsflächenvorschriften, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Neubau von Reihenhäusern und Doppelhaushälften im Rainstallweg

Ursprünglich war der Neubau von 19 Reihenhäusern mit Duplexparkern geplant. Dieser Antrag wurde in der Stadtratssitzung, am 07.12.2017, aus folgenden Gründen abgelehnt: Bebauung zu dicht,  Fehlen von Besucherparkplätzen,  Zufahrt zu Duplexparker unpraktikabel.

Bei der nun überarbeiteten Planung ist die Errichtung von 12 Reihenhäusern (7er Reihe und 5er Reihe) sowie vier Doppelhaushälften geplant. Die Stellplätze für die 7 nördlichsten Reihenhäuser sollen auf einem Sammelparkplatz an der Nordostseite des Grundstücks nachgewiesen werden. Darüber hinaus sollen weitere 5 notwendige Stellplätze der mittleren Reihenhausreihe (5er Reihe) ebenfalls auf diesem Parkplatz nachgewiesen werden. Die restlichen 5 Stellplätze für die mittlere Reihe, befinden sich wieder direkt im EG des jeweiligen Gebäudes. Für die vier südlichen Doppelhaushälften sind ebenfalls jeweils 2 Stellplätze nachzuweisen. Diese  sollen direkt neben dem Gebäude errichtet werden zum Teil befinden sie sich auch im Erdgeschoss des Gebäudes und reduzieren somit die Wohnfläche. Auf dem nordöstlichen Sammelparkplatz würden dann noch 2 Stellplätze für Besucher zur Verfügung stehen. An dem grundsätzlichen Baustil – E+1+D, Satteldach, Dachneigung 35° bzw. 40° – hat sich, im Vergleich zur ursprünglichen Planung, nichts geändert. Auch soll das Grundstück weiterhin durch zwei Zufahrten vom Rainstallweg aus erschlossen werden. Ein Sammelplatz für die Mülltonnen sowie eine Aufstellfläche für die Mülltonnen am Abholtag wurden im Bereich des Sammelparkplatzes berücksichtigt. Das Vorhaben fügt sich nach Art (Wohnen) und Maß (Wandhöhe; überbaubare Grundstücksfläche) der baulichen Nutzung, in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Das Einfügekriterium wird durch eine ähnlich dichte Bebauung, welche bereits südlich bzw. südöstlich des Baugrundstücks vorhanden ist, begründet. Auch die Dachneigung sowie die Wandhöhe entsprechen dem umliegenden Bestand. Die Abstandsflächen können auf dem Baugrundstück selbst eingehalten werden. Der Stadtrat erteilt zu dem Bauantrag bei drei Gegenstimmen das gemeindliche Einvernehmen.

Neubau von 2 Mehrfamilienhäuser in Birkenfeld abgelehnt

Der Antragsteller beabsichtigt den Neubau von zwei Mehrfamilienhäuser mit je 4 Wohneinheiten in der Hessostraße. Dem Bauantrag ging bereits ein Antrag auf Vorbescheid voraus, welcher im Stadtrat am 07.06.2018 behandelt wurde. Bezüglich der Dachneigung und der Geschossigkeit wurde nun, aufgrund der Ablehnung im Stadtrat, nachgearbeitet. Das Bauvorhaben befindet sich im Geltungsbereich des rechtsgültigen Bebauungsplans „Birkenfeld“. Für den betroffenen Bereich wurde ein Dorfgebiet festgesetzt.

Von den Festsetzungen des Bebauungsplanes werden einige Befreiungen beantragt. In diesem Zusammenhang wird erneut auf die im Jahr 2016 genehmigte Bebauung auf dem östlich angrenzenden Nachbargrundstück verwiesen. Für diese Bebauung wurden ebenfalls diverse Befreiungen, wie z. B. Baugrenzenüberschreitung, Dachneigung und Überschreitung Kniestockhöhe, erteilt. Dieses Vorhaben sollte man aus Gründen der Gleichbehandlung, als Vergleichsfall zugrunde legen.
Für die geplanten 8 Wohnungen (Wohnfläche von 67 m² - 125 m²) sind insgesamt 13 Stellplätze erforderlich (nach Wohnfläche berechnet). Diese und ein zusätzlicher werden an der Nordseite des Baugrundstücks nachgewiesen. Die Zufahrt erfolgt entlang der Süd-Ost-Seite des Anwesens.

Es entfachte sich eine rege Diskussion im Gremium. Bürgermeister Kiechle verwies auf die Bauvoranfrage. Der Antragsteller habe den Wunsch des Stadtrates – keine zwei Vollgeschosse – berücksichtigt. Weiter plädierte er eindringlich für die Schaffung von Wohnraum. Dem schloss sich zwar eine Mehrheit des Stadtrates an und sah eine Nachverdichtung sowohl gerechtfertigt als auch erwünscht, allerdings nicht in diesem Ausmaß an dieser Stelle.  Einen Vergleich mit dem Neubau (Doppelhaus) am östlichen Nachbargrundstück, für welchen ebenfalls einige Befreiungen notwendig waren, wollte man nicht unbedingt sehen.

Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. In Folge dessen bat der Bürgermeister um ein Signal des Stadtrates, mit welchen Änderungsvorschlägen man konform gehen könne. Folgende Anregungen werden im Nachgang an den Antragsteller weiter geben:

- Maße des Gebäudes (Höhe und Breite) deutlich reduzieren
- Weniger Wohneinheiten, beispielsweise zwei einzelne Doppelhäuser (=4 WE)
- Reihenhausbebauung statt Mehrfamilienhaus

Grünes Licht für Dachgaubenerrichtung in der Gärtnersiedlung

Die Antragstellerin beabsichtigt, die Errichtung einer weiteren Dachgaube an der Ostseite des neu errichteten Mehrfamilienhauses in der Laberstraße. Aus Sicht der Bauabteilung fügt sich die Dachgaube in die Eigenart der näheren Umgebung ein, da das Gebäude selbst bereits über eine Dachgaube an der Westseite verfügt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde bei zwei Gegenstimmen erteilt.

Bauhof bekommt neues Fahrzeug

Um die Aufgaben weiter erfüllen zu können, muss ein in die Jahre gekommenes Fahrzeug des Städtischen Bauhofs „ausgetauscht“ werden. Der Stadtrat gab einstimmig grünes Licht für die Anschaffung eines neuen Multifunktionsfahrzeuges (z.B. für den Winterdienst, Rasenmähen, etc.) in Höhe von 113.942,50 Euro.


Kategorien: Rathaus