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Neutraubling aus der Vogelperspektive

Aus der letzten Stadtratssitzung vom 27.06.2019

05.07.2019 Folgende Themen wurden behandelt:


Grünes Licht für neues Hallenbad – Infoveranstaltung folgt

Die Entwurfsplanung wurde in der letzten Stadtratssitzung, am 04.06.2019, bereits vorgestellt. Die in der Besprechung mit dem Fraktionsvorsitzenden, am 11.06.2019, gewünschten Änderungen werden berücksichtigt. Das Hallenbad soll mit einer Grundfläche von 2.920 m² errichtet werden. Das Schwimmbad beinhaltet ein Schwimmerbecken mit 421,60 m² (Wassertiefe 1,36 m bis 3,40 m), ein Nichtschwimmerbecken mit 200,50 m² (Wassertiefe 60 cm bis 1,30 m) sowie ein Kinderplanschbecken mit 34,80 m² (Wassertiefe 10 cm bis 30 cm). Zwischen dem Schwimmer- und dem Nichtschwimmerbecken, befinden sich die Räume für das Aufsichtspersonal, das Dampfbad mit den Duschen sowie eine textile Sauna, welche nun direkt errichtet werden soll. Im Bereich des Nichtschwimmerbeckens befinden sich Sprudelliegen und Massagedüsen, welche aufgrund der Abstimmung der Fraktionsvorsitzenden am 11.06.2019, wieder erweitert werden. Neben dem Kinderplanschbecken ist das Bistro mit den entsprechenden Sitzgelegenheiten angesiedelt. Eine Ausgabe der Speisen ist vom Inneren des Bades (intern), aber auch vom Kassenbereich (extern) aus möglich. Im Inneren sollen Tische und Stühle für 24 Personen, im Kassenbereich für 12 Personen aufgestellt werden. Auch im Freien wird es Sitzgelegenheiten für den Verzehr der Speisen geben (intern 24 und extern 12). Insgesamt gibt es 72 Sitzgelegenheiten. Die süd-östlich angrenzende Terrasse kann als Liegefläche genutzt werden.  An der östlichen Grundstücksgrenze sind Aufschüttungen bis zu 1,50 m als gestalterisches Element der Außenanlagen geplant. Zu den 32 Kfz-Stellplätzen (davon 2 Behindertenstellplätze und 2 für Elektroautos) werden zusätzlich noch 48 Fahrradstellplätze (davon 24 überdacht und 3 E-Ladestationen) errichtet.

Selbstverständlich werden die Planungen für das neue Hallenbad anhand von Plänen und Bildern den Bürgern in einer öffentlichen Infoveranstaltung in der Stadthalle vorgestellt. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Aufgrund von Nachfragen von früheren Sitzungen bringt Bürgermeister Kiechle Vergleichszahlen zum alten und geplanten Bad. Diese zeigen, dass das neue Bad in allen Vergleichspunkten (Schwimmfläche, Liegebereich, Parkplätze, usw.) deutlich größer ausfällt. Daraus und aus der doppelt so hohen Kubatur ergeben sich die wesentlich höheren Baukosten.

Der Bürgermeister verweist darauf, dass gegenüber dem in der letzten Sitzung vorgestellten Entwurf nochmals Änderungswünsche der Stadträte berücksichtigt wurden. Dies betreffe eine Textilsauna und die Anzahl der Sprudel-/Massagedüsen. Auch die Zahl der Sitzplätze für den Speisenbereich kann erhöht werden, notfalls auch durch das Versetzen einer Mauer, erklärte er auf entsprechende Anfrage aus dem Gremium (Tekturantrag).

Mit dem Verweis auf die Aktion „Schwimmen intensiv“ (bei der in Neutraubling 26 3. Klassen von 13 Grundschulen aus dem Landkreis mit insgesamt 537 Schüler teilgenommen haben) betont er, dass das Hallenbad zu 50 % dem Schwimmunterricht der Schulen diene. Gerade auch wegen des Stichtags zur Einreichung des Förderantrags in diesem Zusammenhang, solle der Bauantrag zügig beschlossen werden.

In der Diskussion geht es zunächst wieder um die Kosten. Diese erschienen zu hoch im Vergleich zu anderen bereits realisierten Bädern. Die Kostenentwicklung sei im Laufe des Planungszeitraums zu wenig deutlich gemacht worden. Die Architekten hätten sich an früheren Kostengrenzen orientieren sollen. Folgekosten seien zu wenig aufgezeigt worden.

Der Bürgermeister verweist in diesem Zusammenhang auf das Kriterium der Wirtschaftlichkeit beim Wettbewerb und auf den bisher nicht eingerechneten Zuschuss von der Regierung.

Die Mehrheit im Gremium befürwortet dennoch den Bauantrag. Zwar seien die Kosten tatsächlich (wohl auch dem Bauboom geschuldet) höher als ursprünglich erwartet, man sei aber den Bürgern der Schulstadt Neutraubling und des Landkreises ein familienfreundliches, barrierefreies Bad schuldig. Ein weiteres Zögern würde nochmals höhere Baukosten nach sich ziehen. Verschiedene Umfragen unter Bürgern hätten ja deren Erwartungen gezeigt, die sich auch in der Planung wiederfinden.

Wärmeversorgung / Blockheizkraftwerke

Zum Antrag der Freien Wähler auf eine Kosten-Nutzen-Analyse für einen Selbst- bzw. Fremdbetrieb der Heizungsanlage verweist Bürgermeister Kiechle auf eine Analyse der MTG Mittelbayerische Treuhandgesellschaft mbH. Diese wägt Vor- und Nachteile einer Eigenversorgung oder eines Fremdbezugs von Strom und Wärme ab.

Ein zweiter Antrag bezieht sich auf eine Kosten-Nutzen-Analyse der städtischen BHKWs. Eine zusammenfassende Einschätzung der Energieagentur Regensburg sieht Vorteile in einem Nahwärmesystem mit einer Heizzentrale, das mehrere Gebäude versorgt. Der Bürgermeister verweist darauf, dass das BHKW im neuen Hallenbad mit Stadtratsbeschluss vom 08.11.2019 in jedem Fall ausgegliedert wurde. Ob diese in eigener Regie der Stadt oder durch einen anderen Anbieter betrieben wird, muss heute noch nicht entschieden werden. Ein BHKW beim geplanten Hallenbad kann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch aufgestellt werden.

Vergleiche Neubau zu bestehendem Hallenbad

Entwurf Neues Hallenbad - Bildnachweis 4a Architekten


Größere Verkaufsfläche für Aldi

Die IVN Vermögensverwaltungs GmbH beabsichtigt den Rückbau der Lagerwand im bestehenden Aldi-Markt um die Verkaufsflächen zu erweitern. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens für das Fachmarktzentrum wurde ein Verträglichkeitsgutachten der Fa. Cima angefertigt. Die Ergebnisse wurden als max. zulässige Verkaufsflächen im Bebauungsplan festgesetzt. Von der Festsetzung für die „Verkaufsflächen Lebensmittel (Discounter)“ wird nun eine Befreiung wegen Überschreitung (137,44 m³) der maximal zulässigen Verkaufsfläche von 1.100 m² beantragt. Stellplätze sind ausreichend vorhanden. Der Stadtrat erklärt hierzu sein Einverständnis.


Karl Lausser Heizungsbau- und Sanitär GmbH baut an

Beantragt wurde eine Tektur für einen Anbau vor den Betriebshallen 2 + 3 in der Rosenhofer Straße. Die ursprüngliche Erweiterung wurde bereits in einer früheren Sitzung einstimmig befürwortet. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes, vor allem Baugrenze, GRZ, Wandhöhe, werden eingehalten. Der geplante Anbau soll zweigeschossig, an der Ostseite der neuen Hallen 2 + 3 errichtet werden. Der Stellplatznachweis wird auf dem Firmengrundstück erfüllt. Der Stadtrat erteilt zu dem Tekturantrag einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.


Asia-Laden wird größer

Beabsichtigt die Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus mit Unterkellerung in der Sudetenstraße. Im Erdgeschoss dient der Anbau zur Erweiterung des bereits vorhandenen Asia Ladens sowie als Lagerbereich, im Obergeschoss soll eine zusätzlich Wohnung errichtet werden. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes werden eingehalten. Der Stellplatznachweis wird erfüllt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde auch hier erteilt.


Bauvoranfrage für neuen Wohnraum

Die HGS Grundbesitz GmbH beabsichtigt die Aufstockung, sowie den Um- und Neubau einer Wohnanlage in der Schlesischen Straße. Das erdgeschossige Gebäude (bisherige Nutzung: Brautmodengeschäft), soll abgebrochen und neugebaut werden. Dahinter soll eine Garage mit darunterliegender Tiefgarage errichtet werden. Das Wohngebäude entlang des Verbindungsweges (Sudetenstraße / Schlesische Straße) bleibt bestehen, soll aber aufgestockt werden. Im Rahmen der Bauvoranfrage sollte abgeklärt werden, ob das Vorhaben so genehmigungsfähig ist. Der Stadtrat stellte die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für einen späteren Bauantrag in Aussicht.


Neuer Kindergarten im Schlangenbau; Benutzungssatzung geändert

Aufgrund der Vielzahl der Neuanmeldungen ist abzusehen, dass die Kindergartenplätze für Kinder ab 3 Jahren im Stadtgebiet bereits ab September 2019 nicht mehr ausreichen. Bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens im Baugebiet „Am Kleinfeld“ wird daher übergangsweise die Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe nötig. Da der Hort im September 2019 in die neu fertiggestellten Räume in der Grundschule umziehen kann, werden die bisher als Hort genutzten Räumlichkeiten in der Sudetenstraße 1 wieder frei und bieten sich übergangsweise als Kindergarten an. Hier kann nach Rücksprache mit dem Landratsamt Platz für 40 Kinder (gruppenübergreifend) geschaffen werden, die Außenflächen werden auf der Grünfläche an der Teichstraße eingerichtet und entsprechend eingezäunt. Für die Nutzung dieser Einrichtung ist es notwendig, den Kindergarten und seine Öffnungszeiten auch in der Benutzungssatzung mit aufzunehmen. Die Benutzungssatzung der Kindergärten der Stadt Neutraubling wurde daher entsprechend geändert.


Kategorien: Rathaus