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Willkommen in Neutraubling
Neutraubling aus der Vogelperspektive

Aus der letzten Stadtratssitzung vom 26.09.2019

04.10.2019 Folgende Themen wurden behandelt:


Vorstellung des Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur Aussiger Straße bis Schulstraße

In der Vergangenheit gab es immer wieder bereits Versuche für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in diesem Bereich. Es handelt sich um eine Straße, die wie keine andere in Neutraubling einen Radweg braucht. Die Hauptachse der Stadt ist viel befahren mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Der gern befahrene Radweg auf der gegenüberliegenden Seite zeigt seinen Nutzen deutlich auf. Zudem soll der neue grüne Zugang zum Stadtgarten zukünftig auf der Neudeker Straße erkennbar sein. Früher schon ist der Stadtrat wegen zu erwartender hoher Kosten zurückgeschreckt. Der Radweg ist jedoch ein Wunsch vieler Bürger. Das beauftragte Ingenieurbüro Altmann stellte dem Stadtrat eine Idee der Umsetzung mittels einer Präsentation vor, welche der Stadtrat anschließend rege diskutierte. Einige Verständnisfragen an den Planer, die er gemeinsam mit Bürgermeister Kiechle beantwortete, wurden geäußert. Anregungen und Wünsche wie die Errichtung einer Querungshilfe gegenüber dem Eingang des Stadtgartens sowie gegenüber des Netto-Marktes statt dem bestehenden Zebrastreifen, der Miteinbeziehung der Seite des Netto-Marktes in die gestalterische Aufwertung und mehr Grün wurden von dem Planer aufgenommen. Er wird die Realisierbarkeit prüfen.

Bürgermeister Kiechle wies darauf hin, dass die kommenden Haushaltsberatungen eine Entscheidung aufzeigen werden, ob eine teure Lösung mit grundlegender Sanierung oder eine kleine Lösung machbar ist. Für die Umsetzung werden Kompromisse nötig sein. Eine Lösung ist jedoch notwendig. Das Gremium signalisierte hierzu rege Zustimmung und nahm die vorstellte Planung zur Kenntnis.


Aufstellung des Bebauungsplans „Am Kleinfeld II“ mit integriertem Grünordnungsplan

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14.02.2019 beschlossen den Bebauungsplan „Am Kleinfeld II“ aufzustellen. Das beauftragte Ingenieurbüro EBB mbH aus Regensburg hat in der Stadtratssitzung am 11.04.2019 hierfür das städtebauliche Konzept vorgestellt. Auf Grundlage dieses Konzepts wurde nun der Bebauungsplanvorentwurf „Am Kleinfeld II“ ausgearbeitet. Das Plangebiet grenzt unmittelbar an das nördliche gelegene Wohngebiet „Birkenfeld“ und „Birkenfeld West II“ an. Die öffentliche Grünflächen, Einrichtungen zum Lärmschutz und zur Rückhaltung des Niederschlagswassers umschließen das geplante Wohngebiet an der Süd und Westseite und bilden eine Grünzäsur zum westlich gelegenen Gewerbegebiet und zur Südumgehung. Der Bebauungsplan schafft Baurecht für 81 Bauparzellen mit insgesamt 158 Wohneinheiten: 58 Einfamilienhäuser, 11 Reihenhäuser, 10 Mehrfamilienhäuser und 2 Doppelhaushälften. Entlang der Südumgehung entsteht eine Lärmschutzanlage in Form einer Wall- Wand-Kombination. Zum westlich angrenzenden Gewerbegebiet sind ein Lärmschutzwall und eine hohe Lärmschutzwand vorgesehen. Im Baugebiet werden 2 öffentliche Spielplätze geplant.

Der Bebauungsplanvorentwurf sieht vor, dass das Plangebiet von Westen über die neue Erschließungsstraße des angrenzenden Gewerbegebiets „Traunreuter Straße“, von Osten über die Mangoldinger Straße und von Norden über die Erschließungsstraße „An der Klostergründen“ erschlossen wird. Auf das Verkehrsgutachten ging Bürgermeister Kiechle gemeinsam mit dem dafür beauftragten Büro GEO.VER.S.UM ein. Um sich für später noch Planungsfreiheit zu erhalten, sollte eine Anbindung des Wohngebiets an die Klostergründe geplant werden. Ob diese dann realisiert wird, kann der Stadtrat sich offen halten. Der Bebauungsplan verpflichtet nicht zur Umsetzung. Alle Möglichkeiten sollten jedoch für die Zukunft erhalten bleiben. Der Stadtrat tauschte sich dazu rege aus. Einige Stimmen äußerten sich positiv zu dem Vorschlag der Verwaltung. Der Stadtrat entschied daraufhin einstimmig, dass eine Anbindung des geplanten Wohngebiets an die Klostergründe geplant werden soll. Die Realisierung der Anbindung bleibt offen. Zudem billigte er den Bebauungsplanvorentwurf mit integriertem Grünordnungsplan „Am Kleinfeld II“ (mit der vorherigen Entscheidung hinsichtlich der Verkehrsführung) einstimmig und beauftragte die Verwaltung mit der Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung.


Straßenbenennung im Baugebiet “An der Reitbahn“

Für das neue Baugebiet „An der Reitbahn“ waren zwei Straßennamen festzulegen. Da die Bezeichnung „An der Reitbahn“ dabei nicht verloren gehen sollte, wurde diese im Stadtrat früher schon vereinbart. Um eine logische Hausnummerierung zuteilen zu können war zudem ein weiterer Name erforderlich. Für den zweiten Straßenzug empfahl sich eine Bezeichnung mit Bezugnahme zum angrenzenden Stadtpark. Es sollte berücksichtigt werden, dass ein Name gewählt wird, welcher einfach zu schreiben und nicht allzu lang sind. Der Stadtrat beschloss die Benennung der Straßen im Baugebiet „An der Reitbahn“ mehrheitlich mit „An der Reitbahn“ und „Am Haid Park“.


Drei Baugenehmigungen wurden erteilt

Ein Antragsteller beabsichtigt die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 4 Wohneinheiten im neuen Baugebiet „An der Reitbahn“. Von den Festsetzungen des Bebauungsplanes wurden verschiedene Befreiungen beantragt. Da sich das geplante Mehrfamilienhaus in Bezug auf die optische Gestaltung, an die übrigen Einfamilienhäuser anpasst und sich somit harmonisch in die Siedlung einfügen wird, können die beantragten Befreiungen aus Sicht der Verwaltung, befürwortet werden. Für das Mehrfamilienhaus sind 5 Stellplätze erforderlich, welche auf dem Baugrundstück nachgewiesen wurden. Die Abstandsflächen können auf dem Baugrundstück selbst eingehalten werden. Der Stadtrat beschloss mehrheitlich, zu dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen sowie den erforderlichen Befreiungen zuzustimmen.

Die Bauherren beabsichtigen den Neubau eines Einfamilienhauses im neuen Baugebiet „Am Kleinfeld“, Am Lohgraben. Geplant ist die Errichtung eines Wohnhauses im amerikanischen Baustil. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes wie Baugrenze, GRZ, GFZ, Wandhöhe, Dachform- und Neigung werden eingehalten. Jedoch wird eine Befreiung von der Art der Dacheindeckung beantragt. Der Stadtrat beschloss mehrheitlich, zu dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen und der beantragten Befreiung für die Dacheindeckung zuzustimmen.

Die Seidel Grundstücks GmbH & Co KG beabsichtigt den Neubau einer Gewerbe- und Verkaufshalle mit 16 Parkplätzen. Das Bauvorhaben befindet sich im Geltungsbereich des rechtsgültigen Bebauungsplans „Gewerbe- und Industriegebiet Teilabschnitt Mitte“ (1. Änderung). Die Bebauungsplanfestsetzungen werden eingehalten. Der Stellplatznachweis wird erfüllt. Bei dem Nutzer handelt es sich um die Würth-Gruppe, den Spezialisten für Befestigungs- und Montagetechnik. Der Verkauf erfolgt ausschließlich an Gewerbekunden. Für das Gebäude entsteht keine neue Zufahrt. Es wird die bestehende von der Pommernstraße aus genutzt. Die Abstandsflächen werden eingehalten. Der Stadtrat beschloss einstimmig, zu dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.


Antrag einer Stadtratsfraktion bezüglich einer Erweiterung der Boccia-Bahn sowie weiteren Sitzgelegenheiten im Stadtgarten

Die Stadtratsfraktion der CSU hatte einen schriftlichen Antrag gestellt. Sie bat die Verwaltung um Prüfung von Möglichkeiten zur Erweiterung der Boccia/Boule Anlage im Stadtgarten Neutraubling sowie um Prüfung, inwiefern weitere Sitzgelegenheiten im direkten Umfeld errichtet werden können. Die Boccia/Boule Anlage im Stadtgarten Neutraubling erfreue sich sehr großer Beliebtheit, insbesondere auch bei Senioren. Die Nachfrage nach den Bahnen sei an manchen Tagen deutlich größer als die vorhandene Kapazität. Da es im Stadtgebiet keine vergleichbaren Angebote gäbe, wäre es naheliegend eine weitere Bahn hinzuzufügen. Außerdem solle unabhängig davon geprüft werden, ob weitere Sitzgelegenheiten (Bänke) bei der Anlage errichtet werden können, da bei mehreren Spielern (vor allem Senioren), die vorhandenen Möglichkeiten nicht ausreichen.

Bürgermeister Kiechle hob hervor, dass der BRSG Neutraubling e.V. die Bahn regelmäßig nutzt und eine zweite Anlage ein wünschenswertes Angebot vor allem für die Senioren ist. Die Fa. Brunner, die bereits mit der Anlage der ersten Bahn beauftragt war, hat bereits einen Kostenvoranschlag für eine zweite Fläche abgegeben. Mehrere Stimmen aus dem Gremium äußerten sich zustimmend zu dem Antrag der CSU. Daraufhin beschloss der Stadtrat die Erweiterung der Boccia/Boule Anlage im Stadtgarten Neutraubling um eine zusätzliche Fläche sowie die Errichtung weiterer Sitzgelegenheiten im direkten Umfeld einstimmig.


Kategorien: Rathaus