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Willkommen in Neutraubling
Neutraubling aus der Vogelperspektive

Aus der letzten Stadtratssitzung vom 11.04.2019

15.04.2019 Folgende Themen wurden behandelt:

Verkehrsüberwachung in Neutraubling – Stadt tritt Zweckverband bei

Wie schon zahlreiche andere Gemeinden aus dem Landkreis Regensburg wird nun auch die Stadt Neutraubling dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz beitreten.

Und der Name ist Programm. Davon überzeugte Geschäftsstellenleiter Maximilian Köckritz Bürgermeister und Gremium. Es ginge nicht darum, Leute „abzuzocken“. Vielmehr stehe die Sicherheit aller an erster Stelle. „Bei der Überwachung durch den Zweckverband handelt es sich nicht um Bestrafung, sondern um ein Gesamtkonzept mit positiven Aktionen, welche zu einer bestmöglichen Sicherheit beiträgt“, betont Bürgermeister Heinz Kiechle.

Sage und schreibe beim jedem vierten Einsatz verlieren Rettungskräfte auf ihrem Weg wertvolle Zeit, weil „kein Durchkommen“ ist, so Köckritz. Die Hindernisse sind hier vor allem im ruhenden Verkehr zu finden: Zugeparkte Feuerwehrzufahrten, Rettungswege oder gedankenloses „Wildparken“ an Kreuzungen und in engen Gassen kosten im Extremfall Menschenleben.

Aber nicht nur das. Raser müssen ebenfalls ausgebremst und Gefahrenpunkte entschärft werden, um eine erhöhte Verkehrssicherheit herzustellen. Hierbei helfen Verkehrszählungen, die ebenfalls von den zertifizierten Mitarbeitern ausgeführt werden. Regelmäßige Tempokontrollen senken die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße.

Die Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs übernimmt komplett der Zweckverband, ebenso die Sachbearbeitung. Dadurch entsteht, anders als bisher, kein zusätzlicher Personal- bzw. Verwaltungsaufwand mehr für die Kommune. Diese erhält alle eingenommenen Verwarn- und Bußgelder zu 100 Prozent, abzüglich der Verwaltungskosten für den Zweckverband. Die Dienstleistung kann individuell stundenweise nach Bedarf gebucht werden. Die Stadtverwaltung bestimmt den Überwachungsumfang, Messstellen sowie Priorität und Zeitraum der Überwachung.

Eine tolle Dreingabe und besonders hervorzuheben sind hier Sonderaktionen wie Elterntaxi, Rosen an besonderen Tagen für Richtigparker oder das Verteilen von Sicherheitswesten zum Schulanfang. Das alles kostet die Kommune nichts. Vor allem das Einrichten von Elternparkplätzen in guter Entfernung zur Schule fand großen Anklang. So ist es doch vor allem für die Kleinsten äußerst wichtig, einem Verkehrschaos vorzubeugen, damit sich sicher in der Schule ankommen. Gleichzeitig können die Eltern beruhigt durchatmen, dass ihre Kinder den „gefährlichen“ Weg nicht alleine bewältigen müssen.

Um vor allem bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs nicht nur für Unmut zu sorgen, werden sogenannte Gelbe und Grüne Karten an den Fahrzeugen angebracht. Wer zum Beispiel seine Parkscheibe sichtbar platziert oder richtig herum in der Parkbucht parkt, bekommt eine grüne mit „Wir sagen herzlich Dankeschön“. Gelb gibt es als kostenlose Verwarnung, wenn z. B. neu beschildert wurde, um die Leute freundlich darauf hin zu weisen, dass sie falsch parken. 

Bisher ist der Verkehrsüberwachungsdienst (VÜD) der Stadt Regensburg mit der Überwachung des ruhenden Verkehrs in Neutraubling betraut. Da allerdings der Wunsch nach Erhöhung des Stundenkontingents aus der Bevölkerung immer höher wird und dies der VÜD personell nicht leisten kann, wird die Stadt Neutraubling zum 1. August dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz beitreten.

Bürgermeister Kiechle begründet die Notwendigkeit unter anderem auch darin, dass beispielsweise immer mehr Kurzzeitparkzonen errichtet werden. Diese machen aber nur Sinn, wenn sie auch kontrolliert werden. Denn die Parksünder wüssten ganz genau, wenn in den Abendstunden oder am Wochenende nicht kontrolliert würde. „Wir werden genau überlegen: Wo braucht es was und wie oft“, so der Bürgermeister. Weiter betonte er, dass bisher alle dem Verband beigetretenen Kommunen mit dessen Arbeit sehr zufrieden seien. Und auch die Neutraublinger Stadtratsfraktionen zeigten sich durchwegs positiv gestimmt, sodass sich der Stadtrat sogar einstimmig dafür ausgesprochen hatte, dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz beizutreten.  

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Neuer Planentwurf für „Gärtnersiedlung VI“

Die ca. 1,45 Hektar große Fläche zischen dem Boardinghouse am Karlsfeld und der Gärtnerei Blumen Pesth im Rainstallweg wurde von der EBB Ingenieurgesellschaft mbH neu beplant. Dipl.-Ing. Ulrich Dykiert stellte nun dem Gremium den Entwurf vor. Dieser sieht – anders als der Entwurf vom Oktober 2017 – nicht nur mehr Wohneinheiten (vorher ca. 38, jetzt ca. 45) vor – die Bebauung wurde dennoch wesentlich aufgelockert.

Gärtnersiedlung VI - Vergleich 2017/2019

Bildnachweis: EBB Ingenieurgesellschaft mbH

Einen Großteil trägt hierzu die Änderung des Misch- in ein sogenanntes Urbanes Gebiet bei, welches flexiblere Möglichkeiten für innerstädtische Gebiete bietet. Parallel zur ST2145 sollen drei höhere Gebäudekomplexe (3 Vollgeschosse + 1 eingerücktes) errichtet werden, in denen erdgeschossig „ruhiges Gewerbe“ (z.B. Arztpraxen, Kanzleien, etc.) angesiedelt werden könne. Diese dienen zugleich für die dahinter liegende Wohnbebauung als Lärmschutz. Im Anschluss entstehen dreistöckige Mehrfamilienhäuser. Am westlichen Grundstücksstreifen ist die Errichtung von Einfamilienhäusern geplant. Die Stellplätze werden größtenteils in Form einer Tiefgarage angestrebt, um mehr Platz für ausreichend Grün zu schaffen. Die Erschließung soll über die Walhallastraße und Am Karlsfeld erfolgen.

Gärtnersiedlung VI - Planungskonzept 2019

Bildnachweis: EBB Ingenieurgesellschaft mbH

Bürgermeister Kiechle wies auf die Schwierigkeit hin, dass zwar einerseits Flächen gespart werden sollten, andererseits aber dringend Wohnungen benötigt würden. Daher gefalle ihm dieser Lösungsansatz sehr gut. Besonders die abstufige Bebauung von der Walhallastraße im Osten bis hin zur Straße Am Karlsfeld im Westen. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die bei der früheren Planung beinhalteten Gartentürchen zur Staatsstraße hin nun entfallen. Die Bedenken einiger Stadtratsmitglieder bezüglich der höheren Lärmgrenze von 3db aufgrund des urbanen Gebietes, konnten weitgehend ausgeräumt werden. Dies sei durch bauliche Abschirmungen (z. B. Lärmschutzfenster) locker aufzufangen. Insgesamt zeigt sich das Gremium gegenüber der aktuellen Planung „wohl gesonnen“.

HINWEIS:

Zum aktuellen Zeitpunkt handelt es sich lediglich um eine erste Vorstellung. Im nächsten Schritt geht der Bebauungsplanentwurf in die öffentliche Auslegung. Bevor dieser seine Rechtskraft erhält, wird es auf jeden Fall für alle Interessierten eine Bürgerinfo in der Stadthalle geben. Der Termin wird selbstverständlich rechtzeitig bekannt gegeben.

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Neues Baugebiet in Birkenfeld „Am Kleinfeld II“

Zwischen der Südumgehung und An den Klostergründen erstreckt sich eine ca. 8 Hektar große Fläche, welche ebenso wie „Gärtnersiedlung VI“ von der EBB beplant wurde. Die zwar sehr lange, allerdings nicht sehr breite Planfläche soll mittels einer „Ringstraße“ erschlossen werden. Diese wird an den beiden Längsseiten mit je zwei Versätzen gestaltet. Durch die versetzte Straßenführung solle die Geschwindigkeit gebremst werden. Der Lärmschutz wird durch Wall-Wand-Kombinationen gewährleistet. Die dahinter liegenden geschotterten Pflegewege dienen wunderbar als Spazier- und Radweg.

Auch in diesem Baugebiet soll eine Mischung von 70 Einfamilien-/Doppelhäusern (im Norden) und 7 Mehrfamilien- bzw. 9 Reihenhäusern (im Süden) entstehen. Für die vorgeschriebene Versickerung des Niederschlagswassers sollen u. a. begrünte Flachdächer sorgen. Um die Wohnbebauungen aufzulockern, sind zwei Freiplätze zum gemütlichen Verweilen angedacht, jeweils mit freiem Durchblick zwischen der Nord- und Südgrenze. Die Baufläche beträgt insgesamt ca. 46.600 m². Grün-/Freiflächen sind mit ca. 19.600 m² eingeplant. Die Erschließung wird östlich an die Mangoldinger Straße und nördlich An den Klostergründen (auf Höhe der Puricellistraße) angebunden.

Die Stadträte quer durch die Fraktionen zeigten sich insgesamt sehr erfreut über den ersten Planentwurf, vor allem aber im Hinblick auf die begrünten Flachdächer. Diese tragen nebenbei auch zur Energieeinsparung durch Wärmedämmung im Winter und Kühlung im Sommer bei. Nebenbei dienen sie als Ausgleichsfläche für Bebauung. Die Verdunstungsvorgänge sind ein wichtiger Punkt in Sachen Klima- und Naturschutz.

Mit der Aufschüttung des Lärmschutzwalls kann schon früher begonnen werden.

Am Kleinfeld II - 3D-Ansicht Süden

Am Kleinfeld II - Plankonzept 2019

Bildnachweis: EBB Ingenieurgesellschaft mbH

HINWEIS:

Zum aktuellen Zeitpunkt handelt es sich lediglich um eine erste Vorstellung. Im nächsten Schritt geht der Bebauungsplanentwurf in die öffentliche Auslegung. Bevor dieser seine Rechtskraft erhält, wird es auf jeden Fall für alle Interessierten eine Bürgerinfo in der Stadthalle geben. Der Termin wird selbstverständlich rechtzeitig bekannt gegeben.

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Stadt unterstützt Neubau einer Wasserrettungsstation am Guggi

Das Bayerische Rote Kreuz beabsichtigt den Neubau einer Wasserrettungsstation am Guggenberger See. Um die aktuellen Baukosten (211.033,32 Euro) besser bewältigen zu können, hat das BRK um eine Kostenbeteiligung gebeten. Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen sich mit 10 Prozent (= 21.103,33 Euro) zu beteiligen.

Die Stadt will damit die wichtige Arbeit um die Sicherheit der Badenden großzügig honorieren, auch wenn das Gelände des Guggenberger Sees eigentlich dem Naherholungsverein Regensburg e.V. gehört.

 

 

Kategorien: Rathaus